Eine Blasenentzündung entsteht, wenn Bakterien über die Harnröhre in die Blase gelangen. Dies geschieht bei Frauen häufiger als bei Männern, da ihre Harnröhre deutlich kürzer ist, und die Bakterien somit ein leichtes Spiel haben. Fast 50 % aller Frauen erkranken einmal in ihrem Leben an einer Harnwegsinfektion und 20 % der Frauen haben wiederkehrende Harnwegsinfekte.
Die Bakterien selbst kommen meist aus dem Darm, und schlagen am ehesten zu, wenn die Schleimhäute gereizt sind, zum Beispiel durch übertriebene Intimhygiene, oder häufigen Sex (man spricht hierbei auch von einer „Honeymoon-Zystitis“). Escherichia coli-Bakterien verursachen fast 80 % aller Harnwegsinfektionen.
Besondere Risikogruppen sind schwangere Frauen, bei denen auf Grund der Gefahr einer Fehlgeburt stets Antibiotika verabreicht werden, sowie Frauen in und nach den Wechseljahren. Ein vorbelastetes Immunsystem, wie zum Beispiel durch Vorerkrankungen oder Stress, erhöht ebenfalls die Wahrscheinlichkeit einer Harnwegsinfektion.